Sportwoche in Palfau

Am 15. Juni 2015 warteten 53 Schülerinnen und Schüler der MHS Neufelden aufgeregt auf den Bus, der sie in die Steiermark bringen sollte.

Nach dreistündiger Fahrt erreichten wir das Quartier, die Burschen bezogen ein gewöhnungsbedürftiges Matratzenlager, die Mädchen immerhin Zimmer mit Dusche und Fernseher.
Am Nachmittag war der Hochseilgarten angesagt. Ausgerüstet mit Helm und Klettergurt und nach der entsprechenden Einführung durften wir frei klettern. Der Flying-Fox-Parcour gefiel uns dabei am allerbesten.
Zum Abendessen gab es Schweinebraten mit Knödel, das gab uns genug Kraft, um die Lehrer lange wach zu halten?.
Die Nachtruhe wollte nämlich niemand einhalten, daher mussten gegen 23.30 drei Schüler unserer Klasse etwa eine Viertelstunde im Freien stehen.


Am Dienstag trafen wir uns um 9.30 mit unseren Guides, mit denen wir Bogenschießen gingen. Zuerst übten wir eine Stunde am Übungsplatz, dann ging es ab in den Wald, wo wir am Bogenparcour auf die Kunststofftiere schossen.
Am Nachmittag nützten wir den Freiraum draußen und spielten Fußball, chillten in der Hängematte, bis uns langweilig wurde und wir uns mit Schlamm bewarfen.
Dann mussten einige von uns in die Gemeinschaftsduschen waschen gehen, bis es wieder hieß: „Licht abdrehen, Mund zu, Bettruhe!“ „Gute Nacht!“


Es dauerte nicht lange, bis der Erste um sechs Uhr morgens begann, Pringles zu knabbern.
Das Highlight der Woche begann am Mittwoch um 10 Uhr mit der Ausgabe der Neoprenanzüge. Feucht, nass und kalt – so sind sie nun mal, die Neoprens - machten wir uns auf zur Salza.

Nach den Sicherheitsanweisungen bestiegen wir das Boot und paddelten etwa 5 Minuten flussabwärts zur Übungsstelle, wo wir Schwimmübungen in der 6 bis 7 Grad kalten Salza machten.

Zu zehnt in einem Boot paddelten wir 17 Kilometer den ganzen Tag auf dem reißenden Fluss, bis wir unterhalb unserer Herberge zuhause ankamen.
Nun hieß es noch, das Boot auf den Lift zu hieven, uns bei den coolen Guides zu bedanken und am Abend den Mädchen bei ihren Gesangsdarbietungen zuzuhören.

Letzteres war weniger interessant und wir waren froh nach einer knappen Stunde in unser Lager zu entkommen.


Am Donnerstag waren wir alle gemeinsam auf einem Badesee Floß bauen und Kajak fahren.

Das Kajakfahren war, wenn man den Dreh raus hatte, ziemlich einfach. Wir paddelten wie die Verrückten auf dem kleinen See herum.
Zum Floßbauen bekamen wir Fässer und Bretter, die wir mit Seilen verbinden mussten, um das Floß seetauglich zu machen.
Wir Burschen arbeiteten, bis wir in Schweiß gebadet waren. Beide Floße waren so stabil, dass sie gar nicht untergehen konnten, ja, wir konnten sogar von einer kleinen Rutsche auf dem Floß in den See rutschen.
Das war ein super chilliger Tag.

Trotz leichten Regens am Abend beendeten wir den Tag mit einem Lagerfeuer.


Am Freitag mussten wir schon um sieben Uhr frühstücken, denn wegen des Regens fuhren wir nicht zum Klettersteig sondern auf das Hochkar in eine Höhle.
Wir bekamen einen Anzug und Stirnlampen und gingen mit 3 Guides in die Höhle.
Dort mussten wir uns durch enge Gänge quetschen, anspruchsvolle Kletterpassagen bewältigen, durften aber auch mit 2 Flying-Fox fliegen.
Mit voll gepackten Koffern und müde traten wir um 14 Uhr die Heimreise an.

Wir alle denken, es war eine sehr tolle und lustige Woche.

Schüler der 3a

Fotos: FREELIFE